...und hoch bis nach Hamburg

 

Und weil es mit den beiden Traumtänzern gleich so viel Spaß gemacht hat, bleibe ich den nächsten Tag einfach auch noch da. Wir stehen auf dem Hof von Marco, von dem ich schon öfter auf http://herman-unterwegs.de/ gelesen habe. Er ist der Schraubergott, der den Hermännern den Motor wieder zusammengeflickt hat. Den Nachmittag verbringen wir dann auch beim Schraubergott in seinem Wirkungsbereich. Eine richtig vernünftige Werkstatt mit Platz um da so einige Autos wieder zum Leben zu erwecken. Beneidenswert... Vor der Werkstatt sein Düdo 608, den er in detailverliebter Kleinarbeit komplett restauriert hat, ich bin schwer beeindruckt!

Gegen Abend ziehen wir dann in eine Hütte der Schraubergotteltern, wo wir den frischen Tüv-Stempel eines Hanomag AL28 in ausgelassener Stimmung feiern. Schön, lauter Wahnsinnige und ich mittendrin! Hier bin ich richtig!

Am Sonntag muss es dann aber doch weitergehen und so starte ich die Oma Duck gegen Mittag und lenke sie nach Bremen, wo ich noch meine liebe Anne besuche. Montag dann weiter nach Worpswede, wo ich auch ganz liebe alte Freunde treffe. Wir haben uns auch einstmals auf Reisen kennengelernt und solche Freundschaften sind dann doch die besten. Auch wenn man sich selten sieht, die intensive Vertrautheit bleibt auch nach langen Jahren. Ich freue mich jedes Mal, solch tolle Menschen zu kennen!

Aber auch von da muss ich weiter, wenn ich noch pünktlich zum Geburtstag meiner Schwester ankommen möchte. Und das will ich auf jeden Fall!

Also geht es weiter nach Hamburg um da auch noch einige Freunde zu treffen. Ich fand auch im Internet eine Herd-Spülenkombi in Hamburg zu verschenken, die ich gerne für Oma Duck hätte, da meine Küche langsam renovierungsbedürftig ist. Also „mal kurz“ vorbeigefahren um die abzuholen. Tja, das mit „mal kurz“ ging gründlich schief, ich traf auf eine Horde lustiger Menschen und es wurde ein reichlich langer Abend. Den Mittwoch habe ich dann dementsprechend spät begonnen und auch noch für Besuche in Hamburg genutzt.

Und nun geht die Reise wirklich langsam dem Ende zu, heute fahre ich dann nach Schleswig zur Familie und vermutlich am Samstag dann weiter nach Flensburg, von wo ich am 10.Dezember letzten Jahres gestartet bin. Einige Kilometer hat die gute Oma Duck mich getragen, sehr viel haben wir gemeinsam erlebt, viele spannende Menschen kennengelernt, von denen sicherlich einige auch weiterhin für mich wichtig bleiben werden. Und in Marokko oft eine andere Sichtweise auf Dinge bekommen. Es war ja meine erste Reise außerhalb Europas, das erste Mal in einem muslimischen Land und es hat mir klar gemacht, dass meine europäische Art zu denken nicht die einzig mögliche ist. Man kann auch anders an Sachen herangehen. Einiges hat mir gefallen, anderes fand ich eher befremdlich, aber auf jeden Fall tat es gut, den geistigen Horizont mal wieder etwas aufzuweichen und Dinge aus andren Blickwinkeln zu betrachten.

Und eine wahnsinnig schöne Landschaft haben die da sowieso!

Ich bin losgefahren und hatte die Idee, einmal in die Sahara zu fahren. Das war für mich immer so unvorstellbar weit weg, dass ich nicht wirklich daran geglaubt habe, dass ich es auch tatsächlich machen werde. Und die gute Oma Duck hat mich dann über so manche Sanddüne getragen und ich konnte die unvorstellbare Weite sehen und fühlen. Hammer.... man weiß ja auch nie, wie das Fahrzeug so eine Belastung mitmacht und Oma Duck hat mich einfach nicht ein einziges Mal im Stich gelassen und hat Strecken gemeistert, die ich ihr nicht unbedingt zugetraut hätte. Natürlich hat das Material gelitten und es liegen jetzt ein paar Renovierungen an, außerdem ist es mal wieder Zeit für einen frischen Tüv-Stempel, aber insgesamt ist das wohl keine große Sache! Ich bin ernsthaft beeindruckt von diesem Bus!

Wenn ich weiß, wieviele Kilometer ich nun genau gefahren bin, was der Bus verbraucht hat etc. werde ich dann sicherlich nochmal eine kleine Zusammenfassung hier schreiben. Aber erstmal wollen die letzten Kilometer gefahren sein!

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Schon fast im Norden....

 Frankreich war ja noch nie so mein Land und daher mache ich es wie immer. So schnell wie möglich durch! Irgendwann möchte ich dem Land auch gerne mal eine Chance geben, da mir ja von einigen Leuten da doch sehr von vorgeschwärmt wird. Aber nicht jetzt und dann am besten auch zusammen mit irgendwem, der diese Sprache zumindest in Grundzügen spricht. Ohne Französisch macht Frankreich einfach keinen Spaß, so meine Erfahrung.

Nach zweieinhalb Tagen durch durchwachsenes Wetter habe ich es dann geschafft und fahre über Freiburg nach Deutschland rein. Komisches Gefühl irgendwie... Hier unten bin ich auch ewig nicht gewesen und freue mich über die Landschaft, auch wenn es mal wieder regnet.

Erster Stopp ist dann in Sulz am Neckar, wo ich meinen lieben Ex-Mitbewohner Stefan bei seinen Eltern besuche. Eine sehr gute erste Anlaufstelle! Schön, zuerst einen so lieben Freund zu sehen! Das Wetter ist ab jetzt auch schon traumhaft. Kaum komme ich, taucht der Frühling auf. So muss das!! Stefan ist auf dem Weg nach Frankreich und wer weiß, vielleicht hole ich ihn ja da im Spätherbst irgendwo ab und wir tingeln dann zusammen durch Frankreich nach Süden. Wäre eine schöne Sache!

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Das Baskenland, auf jeden Fall sehenswert!

 

Ein Tag Santander soll auch erstmal reichen, weiter geht es an der wirklich sehr schönen Küste entlang bis nach Bilbao! Ich habe schon oft gehört, dass Bilbao spannend sein soll, also muss ich mir das ja nun mal selbst angucken. Tatsächlich ist es erstmal spannend, ob es hier für die gute Oma Duck und mich einen Parkplatz gibt! Nach gefühlt stundenlangem Hin- und Hergefahre finde ich einen Platz in einer Seitenstraße, der ganz brauchbar aussieht. Wie ich erfahre, muss ich hier einen Parkschein kaufen, der allerdings maximal für 5 Stunden gilt und saumäßig teuer ist. Okay, ich brauch einfach grade eine Auszeit und kann nicht weiter suchen, ich ignoriere das jetzt erstmal!

Der erste Spaziergang durch die Stadt scheint die Gerüchte zu bestätigen. Haufenweise hübsche Menschen, freundliche Gesichter, relativ hoher Punkfaktor auf der Straße. Schön! Um die Ecke von meinem Parkplatz entdecke ich eine Vegan-Bar! Sehr geil! Ich gönne mir ein Seitan-Sandwich und ein deutsches Bio-Bier und sitze draußen und beobachte einfach die Menschen. Ein paar Meter vom Bus entfernt liegt eine Kneipe, die nicht nur so einfach sympathisch aussieht, sondern auch gut gefüllt ist. Ich überwinde mich und gucke mir das mal von innen an. Beim Angebotspreis von einem Euro für das gezapfte kann man nicht meckern, also mal sehen, was der Abend so bringt! Leider kann ich mich nicht genug überwinden um mit irgendwelchen Spaniern ins Gespräch zu kommen, lerne aber sehr nette Menschen aus Irland und Amiland kennen. Immerhin! So verläuft der Abend mit reichlich Bier und nettem Gespräch auf englisch.

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Hoch an die spanische Nordküste

 

Wieder on the road! Durch eher regnerisches Wetter geht es erstmal ostwärts und auf Höhe von Albufeira dann hoch, parallel zur kostenpflichtigen Autobahn auf der Landstraße. Alleine Reisen fühlt sich komisch an, nach der ganzen Zeit mit mindestens 2 Bussen unterwegs. Daran, dass Niels und Johanna inzwischen schon länger nicht mehr dabei sind, habe ich mich ja gewöhnt. Aber wo ist Jonas?? Kalle fehlt auch! Aber hilft ja nichts, ich muss langsam mal wieder nach Deutschland.

Den Tag fahre ich noch über Beja bis nach Evora, wo ich die Oma Duck auf einem Supermarktparkplatz abstelle. Ruhe ist mir grad nicht so wichtig, ich will das offene w-lan vom Supermarkt nutzen. Auch wenn es am Morgen da recht unruhig ist, ich brauche lange um aus dem Bett zu kommen. Aber dafür kann ich schnell noch frisches Brot und Avocados kaufen und mir ein leckeres Frühstück gönnen. Als ich dann loskomme, ist schon wieder fast Mittag. Egal!

Weiter geht’s dann über die Grenze nach Spanien durch Badajoz und die Landstraße hoch nach Cáceres. Dort will ich eine Pause einlegen und, trotz Regen, einmal eine Runde zu Fuß durch die Stadt machen. In Cáceres bin ich vor langen Jahren schon einmal gewesen, damals war hier ein Festival in der Stadt und ich habe mit einigen guten Leuten die Nacht zum Tag gemacht. Da will ich doch mal sehen, ob ich den Platz noch wiederfinde, an den ich mich noch erinnere. Ich finde ihn, wenn auch bei deutlich schlechterem Wetter als damals. Keine Bühne, keine tausende von Menschen, keine kreisenden Störche über der Stadt. Letzteres liegt wohl auch am Wetter. Trotzdem schön, nochmal hier zu sein!

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Umwege sind doch irgendwie auch was feines....

 

Es war ja auch irgendwie klar, ich konnte mich natürlich nicht trennen und so sind wir gegen Mittag zusammen aufgebrochen und mit drei Düdos im Konvoi westwärts gefahren. Sowohl Jonas als auch Eva hatten eine Verabredung am Flughafen in Faro, so verging der Tag langsam aber sicher hinter dem Steuer um die 400 km abzureißen. Am Flughafen angekommen, hatten wir dann erstmal noch etwas Zeit um auf Jojo und Kathrin zu warten. Großes Hallo, als sie dann endlich ankamen und dann relativ zügig auf Pennplatzsuche, die Sonne war ja schon verschwunden. Immerhin kann man in Portugal wieder relativ gefahrlos nachts autofahren, in Marokko habe ich das nach Möglichkeit vermieden. Jonas hat eine Idee und so fahren wir wieder im Konvoi ihm hinterher. Einige Kilometer weiter westwärts machen wir noch, um der großen Stadt etwas zu entkommen und dann schlängelt sich der Weg kreuz und quer durch Wohngebiete, bis wir tatsächlich einen großen, fast leeren Parkplatz in Strandnähe finden. Schnell mal kurz noch ans Meer geguckt und dann fix was zu Essen machen. Wir landen dann bei mir und sitzen tatsächlich mit fünf Leuten in Oma Duck zum Essen und anschließendem gemütlichen Schnacken bei Bier und Portwein.

 

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Auf auf, Europa ruft!

 

Die letzten Tage auf dem Hügel verliefen dann eher unspektakulär, mich hat auch eine Erkältung gut erwischt, so dass ich den nächsten Tag einfach mal praktisch komplett im Bett geblieben bin. Den Tag drauf ging es dann wieder etwas besser, also haben wir die Gelegenheit genutzt und sind ins 30 km entfernte Azilal auf den wöchentlichen Souk (Markt) gefahren. Wir haben uns eine ganze Weile durch das reichliche Gewusel geschoben, aber von dem, was ich auf dem Zettel hatte, fand ich kaum etwas. Einiges war mir auch einfach zu anstrengend, z.B. frische Gewürze einkaufen macht mit dichter Nase und dichtem Kopf einfach keinen Spaß. Trotzdem bin ich nicht ganz mit leeren Händen zurückgekommen, so dass der Ausflug sich schon gelohnt hat.

 

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Am Ferienhügel "Walhalla" bei Ouzoud

schöner Blick ins Tal
schöner Blick ins Tal

 

War ja klar, dass die frühe Abfahrt mal wieder nicht klappt. Aber da ich für die 400 km eh besser zwei Tage angepeilt habe, war das auch nicht wirklich wild. Es muss so 11 Uhr gewesen sein, als wir dann endlich vom Platz kamen. Erstmal ging es weiter durchs Tal und dann langsam aber sicher bergauf. Am Ende schlängelte sich die Straße bis auf etwa 1600 Meter hoch. Faszinierende Aussicht von den Bergen, aber es ging natürlich auch recht langsam voran. Wenn ich unten noch im T-Shirt bei offener Fahrertür gefahren bin, musste ich auf dem Berg die Tür schon schließen, da es empfindlich kälter wurde. Irgendwann sah man dann auch die ersten Gipfel des Atlasgebirges, auf denen es die letzten Tage einigen Neuschnee gab. Schon schick... aber ich entschied mich nun auch endgültig, allerdings eher aus Zeitgründen, die Nationalstraße parallel zur Autobahn über Marrakesh zu fahren und nicht den Weg durch den Atlas über den 2100 Meter hohen Tizi´n´Test Pass. Dieser soll sehr schön sein und irgendwann möchte ich den auch nochmal fahren, aber jetzt würde er mich viel zu viel Zeit kosten und auch die Gefahr bergen, wegen Schneefall nicht durchzukommen.

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Paradise Valley

 

Also bin ich dann doch mit Jonas und Kalle Richtung Paradise Valley aufgebrochen. Knapp 100 km Fahrt erwarteten uns. Erstmal die Küstenstraße wieder südwärts bis kurz vor Agadir und dann rein ins Inland. Es gab mal wieder schöne Felsformationen zu bewundern! Kurz vor dem eigentlichen Valley gibt es ein Privatgrundstück, auf dem wir stehen durften. Kalle kennt den Platz seit Jahren und hat uns hier her geführt. Wirklich schön, angenehme Gesellschaft und Abends wird zusammen am Lagerfeuer gesessen und gekocht. Extrem entspannt!

 

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Imsouane

 

 

 

Der Weg nach Imsouane schlängelte sich durch die Berge, wir sind nach Möglichkeit näher an der Küste gefahren, statt der größeren Nationalstraße. Dadurch hatten wir auch wieder eine Strecke unbefestigte Piste dabei. An Bewuchs gibt es hier Arganbäume und sonst nicht viel. An der Straße stehen alle paar Meter kleine Stände, die einem Arganöl verkaufen wollen. Ich hab das neulich mal gekostet, schmeckt ja doch recht lecker, vielleicht gönne ich mir davon noch ein Fläschchen. Ansonsten gibt es hier eine Ecke mit Bananenplantagen, dementsprechend lecker und günstig sind hier die Bananen.

 

Imsouane selber war sicher mal ein kleines Fischerdörfchen, inzwischen bestimmt der Surf-Tourismus den Ort. Surfshops, Surfschulen und Bars sind hier die gängigsten Läden. Braungebrannte Sunnyboys mit Surfbrettern unter dem Arm flanieren am Strand, Surfen und dabei gesehen werden ist das Motto. Na gut, dann guck ich mir das halt mal an. Wir stehen mit den Bussen nahe des Leuchtturms, nicht der allerschönste Platz, aber nah am Wasser. Die erste Nacht auch völlig problemlos, am zweiten Tag treffen wir auf den Parkwächter, der nur eine Kleinigkeit von uns haben will, zumindest mich aber mit seiner Art recht nervt. Gegen Abend taucht noch ein Militärpolizist auf, der uns deutlich macht, dass wir hier nicht noch eine Nacht stehen dürfen. Das hätte man sicher durch ein Scheinchen regeln können, aber bezahlen wollen wir für den Platz nun auch wieder nicht, so schön ist er denn doch nicht. Also abends noch umparken auf einen Parkplatz zwischen den Häusern. Dort steht auch noch ein französischer 508 und ein deutscher 407 von netten Leuten. Abends machen wir da noch die letzten Rotweinreserven in gemütlicher Runde platt und gucken Reisefotos.

 

Am nächsten Morgen kriegt Jonas früh einen Anruf von Freund Kalle, der sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Chefchaouen auf den Weg zu uns gemacht hat und bald 35 km von uns entfernt ankommt. Jonas will früh aufs Wasser, also fahre ich dann mal noch halb verkatert los um Kalle einzusammeln. Schön, dass er wieder da ist! Das Wetter ist heute eher bedeckt, hin und wieder gibt es sogar einen anständigen Regenguss. Der erste ernstzunehmende Regen, seit ich vor 2 Monaten nach Marokko gekommen bin!

 

Sonne gibt es aber natürlich auch und so sitzen wir noch nett draußen vor einem Café, trinken Tee und planen mit Landkarte und Kalender die nächste Zeit. In 2 Wochen wollen Jonas und ich auf der Fähre sein und wieder nach Spanien übersetzen. Und zu tun und zu sehen gibt es noch so reichlich, dass es schwerfällt, eine Auswahl zu treffen. Nach Marrakesh wollte ich noch, die Stadt sehen und Touri-Einkäufe erledigen. Das Paradise Valley soll unbedingt sehenswert sein, um die Ecke ist noch der Tizi´n´Test Pass, den ich auch gerne noch fahren würde. Und ich will ja auch noch meinen Gewinn einlösen und die 5 Tage im Feriendorf Walhalla verbringen. Weil mir so davon vorgeschwärmt wurde und halt, weil ich den Aufenthalt dort gewonnen habe. Das kann ich dann doch nicht auslassen! Tja, aber was dann? Alles geht einfach nicht. Oder ich hänge noch eine Woche dran und fahre dann später alleine nach Norden und auf die Fähre. Auch blöd, ich wäre da schon gerne nicht allein bei der Ausreise und außerdem warten noch einige zu erledigende Arbeiten auf mich in Deutschland. Schwierige Entscheidung, die ich immer wieder hin und her wälze. Nach einiger Überlegung fahre ich jetzt wohl doch erstmal mit ins Paradise Valley, obwohl das lange von der Liste gestrichen war. Aber wenn ich schon mal hier bin....

 

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Sidi Kaouki

 

Früh aufstehen war angesagt. 8 Uhr Abfahrt war der Plan. Irgendwie haben wir das sogar geschafft, obwohl das ja so wirklich nicht meine Tageszeit ist. Aber wir haben etwa 350 km Strecke vor uns bis nach Essaouira, wo es die nächsten Tage windig werden soll. Und Jonas will dahin, um zu surfen. Nun denn, ich komme erstmal mit. Außerdem wollen wir aber auf halber Strecke, kurz vor Agadir, in Ait Melloul, noch eine etwas längere Pause einlegen, da es dort einen riesigen Schrottplatz geben soll und Schrauberwerkstätten ohne Ende. Sowas reizt mich natürlich sehr, auch wenn ich außer einer 46er Nuss für meinen Werkzeugbestand grade nichts dringend brauche.

 

Wir kommen gut los, die Oma Duck fährt, abgesehen vom zu großen Lenkspiel, problemlos und so kommen wir ganz gut voran.

 

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Kurzbesuch in Sidi Ifni

 

Wir haben es dann wirklich geschafft, am Morgen in Tafraoute zu starten und uns auf den Weg zur Küste zu machen! Ich war relativ unfit, weil mich mal wieder mein Magen plagte und ich auch fast nicht geschlafen hatte, aber egal, fahren geht und so lassen wir die Busse an und schlängeln uns über den Asphalt gen Westen. Oma Duck fährt prima, das einzige was negativ auffällt, ist, das das Lenkspiel zu groß ist. Ich hatte das Lenkgetriebe neu abgedichtet und dabei wohl dann etwas lose eingestellt. Da muss ich nochmal bei, aber das kann noch etwas warten. Später auf der Strecke gab es nochmal eine Zwangspause, da die vordere linke Bremse heißgelaufen war und das Radlager dafür Spiel hatte. Da saß wohl die Trommel beim Einstellen noch nicht richtig. Gut, Bremse etwas lösen, Radlager machen wir später.

 

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Es zieht uns weiter! Morgen ist Abfahrt!

2 x 613er Breitmaul in Arbeit. Einer wurde klassisch mattschwarz, der andere soll weiß werden.  Geschmacksache. Mattschwarz rules!
2 x 613er Breitmaul in Arbeit. Einer wurde klassisch mattschwarz, der andere soll weiß werden. Geschmacksache. Mattschwarz rules!

 

Morgen geht es weiter!! Die Oma Duck ist wieder in fahrbarem Zustand, das vordere Arbeitszimmer wurde von einem Werkstattlager in eine halbwegs angemessene Pilotenkanzel zurückverwandelt, hinten herrscht noch immer das übliche Chaos, egal! Auf die Probefahrt hab ich auch verzichtet, die werden wir morgen dann unternehmen. Plan: 180 km bis Sidi Ifni, was dann vermutlich unser südlicher Wendepunkt sein wird.

 Zwei Wochen sind es nun doch geworden. Eine sollte es höchstens dauern, aber das sind hier eben andere Relationen. Für uns trotzdem nicht so schön. Der Plan war anders und 2 Wochen hätte ich lieber woanders gestanden als ausgerechnet hier in der Stadt, zumal die Busse in den zwei Wochen halt auch nicht so fit geworden sind, wie wir das eigentlich gedacht hatten. Aber immerhin haben wir hier auch tolle Menschen kennengelernt und oft doch auch ne sehr schöne Zeit gehabt. Ungünstigerweise hatte ich vorgestern auch noch abends die Idee, nochmal schnell in die Werkstatt zu gehen um etwas Wasser zu holen. Es war schon etwas dunkel und ich musste erst um den großen schwarzen Bus in der Halle rum. Auf halbem Wege fiel mir dann plötzlich schmerzhaft ein, dass Werkstatthallen ja gerne mal Gruben haben. Ich war ja auch nicht das erste Mal da drinnen, trotzdem kam die Erkenntnis etwas spät, nämlich als ich plötzlich im dunkeln eine Etage tiefer hart zu sitzen kam. Autsch! Aber zum Glück kam ich mit einigen Hautabschürfungen und blauen Flecken davon. Hätte schlimmer kommen können, trotzdem hätte ich gern drauf verzichtet!

 

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Tafraoute und kein Ende

 

Nun stehen wir schon eine Woche vor der Werkstatt in Tafraoute und unsere Stimmung ist recht zwiegespalten. Die Arbeiten an der Karosserie an Jonas´ Bus gehen voran, die technischen Arbeiten verrichten wir nach Möglichkeit selbst. Nicht nur, weil es dann billiger wird, auch weil wir einfach schonender mit dem Material umgehen. An meinem Bus wurde am Blech noch kein Handschlag getan. Und so wird es auch bleiben! Erstens weil wir hier so schnell es geht weg wollen und jede weitere Arbeit den Zeitplan massiv weiter verschieben würde, zweitens da die Qualität der Karosseriearbeiten, die ich hier sehe, mit meinen Ansprüchen nicht so wirklich vereinbar ist. Also muss ich mich dann doch irgendwann selbst an die Arbeiten setzen.

 Der Abfahrtstermin bleibt dennoch unklar, da unsere Ausgebauten Teile als Beispiel für die Ersatzteile inzwischen in Casablanca liegen. Und ohne die Teile ist schlecht fahren. Angeblich ist das hier so üblich und dauert ja auch nur 3 Tage, dann sind die Teile wieder da.... Nachdem wir langsam ungeduldig werden und deutlich gemacht haben, dass wir Dienstag, spätestens Mittwoch dringend aufbrechen müssen um unsere Fähre zu kriegen, will der Chef da jetzt Druck machen, dass die Teile wiederkommen. Wir werden sehen. Natürlich sind die Teile, die sein Mechaniker ausgebaut hat, durch den Ausbau auch recht unbrauchbar geworden. Wenn da keine neuen Teile gefunden werden, wird das wieder spannend! Wie wir so doof sein konnten, uns auf das Ganze einzulassen, fragen wir uns täglich. Mal wieder gut Lehrgeld....

 Es ist für uns doch reichlich unverständlich, warum diese Werkstatt uns so empfohlen wurde und anscheinend recht beliebt ist. Wenn man mit einem modernen Plastikmobil hier her kommt, geht das sicherlich alles schnell und gut. Mit Autos aus Altblech dauert alles ewig und ist qualitativ reichlich bescheiden. Schade!

 Persönlich können wir aber auch keinem böse sei, es sind hier trotz allem irgendwie doch alle lieb und herzlich. Klar, dass wir beim Chef in seiner Wohnung duschen können und er uns mal einen großen Topf Couscous vorbeibringt (natürlich mit Fleisch, habe ich also auch nix von gehabt), ist sicherlich nur als kleine Geste zu werten, die unsere Laune nicht zu tief fallen lassen soll. Trotzdem ist mir hier keiner auf der persönlichen Ebene unsympathisch. Auf der technischen Ebene dagegen sehr....

 Trotz allem haben wir hier aber auch eine schöne Zeit. Niels und Johanna sind noch in der Gegend und kommen öfter vorbei, bleiben mit ihrem Bus auch mal vor der Werkstatt stehen und basteln hier auch mal am Bus rum. Heute jedoch wollen sie dann leider endgültig ohne uns nordwärts aufbrechen. Andere nette Menschen stoppen auch mal, entweder, weil sie uns kennen , einfach mal so zum gucken oder weil sie kleine Probleme mit ihren Autos haben. Bei sowas liege ich dann auch schnell mal unter irgendwelchen Bussen und gucke mir mechanische Probleme an. Solange ich hier festhänge und bei mir nix machen kann, helfe ich auch gerne mal anderen, wenn ich kann. Ob das dem Chef der Werkstatt so recht ist, ist mir nicht klar, aber da muss er mit leben. Er kann sich ja mit unseren Bussen beeilen... So ist hier dann doch ab und an ein schöner Schrauberplatz und abends auch mal eine nette Runde zwischen den Bussen. Getroffen haben wir dabei so einige spannende Menschen: Den Börnie, der mit seinem Fahrrad hier unterwegs ist, Jutta und ihren 12 jährigen Sohn Torge, die seit Monaten in ihrem 170er Magirus reisen (www.blauesauto.wordpress.com), Rüdiger und Geli, die wir über Niels und Johanna kennengelernt haben, Eva aus Wien, die hier alleine mit ihrem Düdo unterwegs ist und auch wenn sie eine für norddeutsche Ohren sonderbare Sprache spricht ein sehr angenehmer Mensch ist ;) und noch so einige andere.

 Zweimal wurden wir abgeholt um abends bei den bemalten Steinen zu feiern. Gestern eine kleine Abschiedsrunde mit Niels und Johanna und Eva und Thorsten, den wir hier wiedertrafen und vorher schon einmal in Tissint sahen, und neulich um Rüdigers Geburtstag gebührend mit schönem Lagerfeuer, guten Gesprächen, reichlich Essen und ebenso reichlich marokkanischem Bier zu feiern.

 

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Zur Werkstatt in Tafraoute

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit selbstgebackenem Brot, machen wir uns ganz gemütlich abfahrbereit und tuckern dann weiter in Richtung Tafraoute. Das ist noch eine ganze Strecke und wir wollen uns ja nicht stressen, Die Landschaft verändert sich, es wird langsam wieder bergiger, noch ist die Wüste aber nicht so weit weg, was man daran merkt, dass es durchaus passieren kann, dass hinter einer Kurve mal eine Herde Dromedare auf der Straße steht.

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Die große Sandkistentour

Welcome to Sahara! Yeah!
Welcome to Sahara! Yeah!

 

Zwei Nächte auf einem Campingplatz sollen dann auch erstmal wieder reichen. Einmal frisch geduscht und Wäsche gewaschen und weiter geht’s! Der Sand ruft!

Kalle hat sich in Zagora fürs erste von uns verabschiedet, für ihn geht es erstmal wieder nordwärts. Wahrscheinlich treffen wir uns demnächst irgendwo nochmal wieder. Niels und Johanna haben auch grad kein Bedürfnis mehr nach Piste fahren und fahren die Tage lieber Straße, auch die werden wir auf jeden Fall wiedertreffen. Also machen Jonas und ich uns alleine auf. Von Zagora soll es erstmal ein Stück die N9 runter gehen und irgendwo soll es dann eine Piste nach M´Hamid runter geben. Mal sehen, wie die Düdos sich so durch den Sand buddeln....

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Vom Erg Chebbi bis Zagora

im Schatten der alten Kasbah. Schöner Platz für 2 Nächte
im Schatten der alten Kasbah. Schöner Platz für 2 Nächte

Vom Erg Chebbi fuhren wir erstmal die 30km nach Rissani, um dort nochmal die Vorräte aufzufüllen. Mir tat die Strecke noch gar nicht gut, so dass ich in Rissani schnell einen Tee im Café schlürfte und mich dann im Bus hinlegte. Die anderen brauchten etwas länger und als es dann weiterging, habe ich den Fahrersessel an Kalle abgetreten und mich lieber wieder hingelegt. Irgendwann wurde ein Rastplatz gesucht, abseits der Straße, Piste rein, durch ein kleines Dorf bis irgendwo ein guter Platz im Tal kam. Mir war es egal, ich wollte mir die Gegend grad eh nicht genauer ansehen. Angeblich waren die Berge schön, mein Magen war es jedenfalls noch nicht.

Am nächsten Tag ging es nicht ganz so früh weiter. Zurück auf die Straße, westwärts bis Alnif. Von da wieder auf eine kleine Piste Richtung Imi-n Ouzrou. Nach wenigen Kilometern fanden wir linkerhand eine alte Kasbah, dahinter eine Oase mit Palmen und grünen Feldern. Wunderschön, soweit konnte ich schon wieder wahrnehmen. Außerdem spendete die Kasbah kühlenden Schatten!

Irgendwie waren wohl auch Menschen da, die gefragt wurden. Wir bekamen die Erlaubnis, dort für eine Nacht abzuparken, also ab mit den Bussen in den Schatten und Motor aus!

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Am Erg Chebbi

Hier lässt es sich erstmal aushalten
Hier lässt es sich erstmal aushalten

 

Die Pause haben wir uns verdient!

 

Einer meiner Punkte auf dieser Reise war ja, einmal Saharasand unter die Reifen zu kriegen. Jetzt habe ich den Sand, nicht nur unter den Reifen, auch auf dem Fußboden, im Bett, in der Küche in allen Klamotten, … Bisher sind wir an allen Plätzen relativ schnell wieder aufgebrochen, hier wollen wir uns mal ein wenig vom Reisestress erholen. Dafür können wir dann auch mal ein paar Tage Unterkunft bezahlen, soviel Luxus darf auch mal sein.

 

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Ab in die Wüste!

Weite....
Weite....

 

Aus der Dades Schlucht wieder raus, fahren wir nach Boumalne Dades und dann die top ausgebaute Straße zurück über Tinerhir weiter ostwärts. Hier kommt man gut voran, wir können mit 80 Sachen mal etwas Strecke machen. Ab und an eine Polizeikontrolle, aber durch die sind wir als Touris bisher immer durchgewunken worden. Wir nehmen uns, mal wieder, vor, heute mal nicht erst kurz vor dem Dunkelwerden nach einem Platz zu suchen, sondern zur Abwechslung mal etwas früher. Uns verlangt allen nach einem Platz, wo wir mal etwas runterkommen können und mal ein paar Tage die Seele baumeln lassen können, ohne am nächsten Morgen gleich wieder den Bus anzuschmeißen. Vielleicht finden wir den geeigneten Ort dazu ja heute?

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Die Schluchten

schöner, aber kalter Platz am See
schöner, aber kalter Platz am See

 

Imilchil selber war nicht besonders spannend. Ein kleines, recht unscheinbares Kaff. Einmal jährlich findet hier ein großer Heiratsmarkt statt, der inzwischen wohl auch Festivalcharakter hat. Aber ansonsten ist mir da nichts wirklich sehenswertes aufgefallen. Kurz vor der Stadt liegen 2 Seen, an einem schlagen wir für eine Nacht unser Lager auf. Mal wieder recht hoch, am Morgen findet sich am Ufer des Sees eine mehrere Millimeter dicke Eisschicht.

 

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Von Fès in Richtung Imilchil

sehr gemütlicher Platz, wir bleiben einfach noch ´nen Tag länger...
sehr gemütlicher Platz, wir bleiben einfach noch ´nen Tag länger...

 

Was eine Erleichterung, die Stadt hinter uns gelassen zu haben! Wir fahren südlich, erstmal auf der sehr gut ausgebauten Straße in Richtung Azrou. Nach einer Weile biegen wir ab um auf kleineren Straßen weiterzukommen, einfach weil diese eben meist schöner sind. Die Strecke führt an einem schönen Wald entlang, an einer Stelle reiten Menschen auf geschmückten Pferden, ab und an werden Affen nahe der Straße gesichtet. Nach 100 km gucken wir uns ein schönen Stellplatz aus. Runter von der Straße, eine kleine Piste rauf finden wir ein wunderschönes Fleckchen am Waldrand, wo wir uns erstmal Ruhe versprechen. So ist es auch, bis auf einen Bauern, der mit seinem alten Ferguson Trecker vorbeifährt und freundlich grüßt, kriegen wir hier nichts von anderen Menschen mit. Nach der ganzen Zeit in der Zivilisation tut das auch mal sehr gut!

 

Die Sonne sinkt langsam tiefer und es wird kalt, wir befinden uns immerhin auf über 1800 Metern, was so nicht auffällt, die Gegend ist eher hügelig als schroff. Ein beeindruckender Nationalpark mit viel Zedernwald eben.

 

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Die Königsstadt Fès

schöner Schlafplatz am See
schöner Schlafplatz am See

 

Der Platz am See war ruhig, am Morgen wurde beim Frühstück das ein oder andere freundliche Wort mit den Einheimischen gewechselt, die mal neugierig gucken kamen, wer da wohl am See parkt.

 

Die Straße weiter in Richtung Fes war sehr gut ausgebaut und ließ sich bestens fahren, so dass wir schnell durchkamen. In Fes fanden wir einen bewachten Parkplatz am Stadtrand, wo auch noch andere bewohnte französische Laster parkten. Keine Schönheit der Parkplatz, besonders durch den daran vorbeifließenden Fluss, der eher eine Kloake war, aber erstmal annehmbar und nicht zu weit von der Stadt entfernt.

 

 

 

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Durchs Rif

Und wieder rein in die Berge
Und wieder rein in die Berge

 

Nach einem langen Frühstück und alles zusammenpacken und jeder nochmal fix duschen ging es dann am recht späten Vormittag wieder auf die Straße. Oma Duck fährt diesmal in der Mitte. Erster Stopp: Tankstelle. Die Tanks waren schon recht leer, also einmal auffüllen zum Dieselpreis von umgerechnet knapp 70 Cent. Die Überraschung: Auf der letzten Etappe hat der Bus knapp 11,5 Liter auf 100km verbraucht, das ist definitiv Rekord! Oma Duck will fahren! Aber woran die Verbrauchsschwankungen liegen, ist mir noch nicht ganz klar. Selbst im anstrengenden Gebirge fährt sie sparsam und dann zwischendurch mal wieder relativ ebene Etappen mit über 16,5 Litern. Sonderbar...

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Chefchaouen

Die letzten Meter in Europa
Die letzten Meter in Europa

 

Fähre fahren ist ja eine Sache, die ich mag! Allein deswegen schon freute ich mich, als es endlich aufs Schiff ging, fand es dagegen zuerst etwas schade, dass wir die Schnellfähre genommen haben, da uns dadurch weniger Zeit auf dem Wasser blieb. Erstmal rückwärts einparken auf der Fähre, auch ungewohnt. Aber mit Oma Duck definitiv einfacher als mit einem 40tonner. Ich hätte mit den Jungs da nicht tauschen wollen!

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Marokko, wir kommen!

Die marokkanische Küste im Sonnenaufgang
Die marokkanische Küste im Sonnenaufgang

 

 

Genau 4518 km hat die Oma Duck mit mir seit unserem Start in Flensburg zurückgelegt und nun stehe ich in der Fährschlange, kurz davor dem europäischen Kontinent für ein Weilchen den Rücken zu kehren. Vor mir Niels und Johanna in ihrem Magirus-Deutz, hinter mir Jonas im Mercedes 407, eine gute Reisetruppe! Mein erster Besuch in Marokko, ich gebe zu, ich bin ein wenig aufgeregt! Heute soll es erstmal nach Chefchaouen gehen, wo sich Kollege Kalle rumtreibt und wo wir erstmal gemütlich ankommen wollen. Alles weitere wird sich dann schon zeigen, das lassen wir mal einfach auf uns zukommen...

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Die Reisegruppe ist endlich beisammen!

 

Es war wirklich schön, mal wieder in Cádiz gewesen zu sein, aber es sollte dann trotzdem weitergehen. Also die Diesel angeworfen und weiter, nach Möglichkeit die Küste entlang. Ich bin mit Oma Duck hinter Jonas hergefahren, da er durch den deutlich kleineren Motor doch nicht so flott unterwegs ist, besonders an Steigungen. Da ist es dann besser, er gibt das Tempo vor.

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Über Huelva nach Cádiz

Huelva von oben.  Stadt halt...
Huelva von oben. Stadt halt...

 

Nach der Isla Cristina ging es direkt nach Huelva, mal gucken, was die Stadt so zu bieten hat. Die Oma Duck auf einem großen Sandparkplatz abgestellt, gar nicht zu weit vom Zentrum weg und mich auf den Weg gemacht, ebendieses zu erkunden. Nun ja, Stadt halt. Ganz schöne Ecken, aber auch nix besonderes. Irgendwann sprach mich jemand auf deutsch an, ich stand wohl etwas fragend aussehend in der Gegend rum... Der Ronny, der in Huelva auf der Straße große Seifenblasen macht und damit sein Geld verdient. Er war schon ein paar Tage da, wollte aber lieber wieder nach Cádiz, konnte sich aber das Ticket dahin grad nicht leisten. Gut, nach Cádiz will ich auch irgendwann, kann er ja gerne mit. Also für den übernächsten Tag grob verabredet. So hatte ich also etwas länger Zeit, kreuz und quer durch Huelva zu stromern. Fazit: Kann man machen, muss man aber auch nicht!

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Até logo, Portugal!

Kurze Pause an der Strecke
Kurze Pause an der Strecke

 

Und am Morgen dann doch wieder anders... Irgendwie doch Bock auf ein wenig Berge und mal kurz weg von der Küste. Also bin ich von Faro nordwärts aufgebrochen und über Barranco Velho nach Cachopo hochgefahren. Einfach mal wieder Kurven fahren. Dabei dann mal wieder Meldung vom vorderen linken Radlager gekriegt. Ich wollte es eigentlich vor der Reise erst noch machen, dann war wieder nix zu hören und ich hatte eine andere Ursache im Verdacht und behoben. Aber irgendwie knirscht es jetzt doch, aber nur wenn ich relativ stark rechts einschlage. Ich glaube, das muss jetzt einfach noch durchhalten bis zum Frühjahr. Spaß gemacht hat die Strecke trotzdem. Das Wetter war allerdings den ganzen Tag irgendwo zwischen feucht-grau und Wolkenbruch. Etwas mehr Aussicht wäre also durchaus hübsch gewesen, aber was nicht ist....

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langsam östlich

Am Strand von Ferragudo
Am Strand von Ferragudo

 

Inzwischen hab ich mich dann doch mal ein paar Kilometer bewegt. Nicht zu viel, ich hab ja noch Zeit bis Niels und Johanna hier im Süden sind, aber so ganz langsam entgegenfahren will ich den beiden dann doch schon mal.Also eine Nacht in Lagos auf dem Womo-Stellplatz verbracht. Großer Platz neben dem Stadion, lauter moderne Womos in Reih und Glied. Ganz grauselig eigentlich, aber es gab freies w-lan und für 2 Euronen durfte ich im Stadion duschen gehen. Und ich kann auch gut mal nen Abend im Bus sitzen und dann ist mir die Umgebung eh meist egal, solange es ruhig ist. Und morgens dann eben nach dem Frühstück schnell weiter....

Hab dann aber wieder nur ein paar Meter geschafft bis Ferragudo. Das war wiederum ganz hübsch, am Fischerstrand, die Burg in Sichtweite,... hatte was!

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Und beim Lidl um die Ecke..

...eben noch den André von Amumot getroffen. Nett schnacken, gegenseitige Schlossbesichtigungen und nebenbei noch schnell den Solarladeregler auslesen, neu einstellen und updaten. Schönes Ding!

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stürmische Westküste

Sonnenuntergang am Praia do Amado
Sonnenuntergang am Praia do Amado

 

Weit bin ich dann doch nicht gekommen... Um Carrapateira sollte es schick sein, so wurde gemunkelt. Und darüber wollte ich mir dann selber ein Urteil bilden und bin da, da es auch keine 20 km Fahrt war, abends gleich mal hin. Am Praia do Amado einen großen Parkplatz gesehen, auch ein schon bekannter Düdo stand da, also mal abparken. Schöner Sonnenuntergang über´m Meer, nette Leute, Lagerfeuer und viel quatschen. Am nächsten Tag dann mal das Fahrrad vom Dach geschnallt und ne schöne Radtour oben an der Steilküste lang zum Praia da Bordeira und über den Ort Carrapateira zurück. Sehr schicke Tour! Und auf die Gefahr hin, euch mit Steilküstenbildern zu langweilen, ich hab natürlich einige geknipst....

 

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Mal langsam weiter. Oder doch nicht?

Nachdem 2016 dann zünftig eingeläutet wurde mit schönem Lagerfeuer am Strand, lieben Menschen und genug Bier und Mexicaner und der erste Januar dann eher ausgefallen ist (Das Jahr braucht ja auch noch Steigerungsmöglichkeiten...), habe ich mich am 2. dann mal wieder hinters Lenkrad geklemmt und bin rausgefahren und habe einen sehr schönen Aussichtspunkt entdeckt. Beste Aussicht, meist wolkiges bis regnerisches Wetter und Einsamkeit. Also Lesen, Wellen gucken, weiter lesen, weiter Wellen gucken. Heute dann mal kleine Busreparaturen. Nix wildes, aber nun kann ich die Fahrertür wieder von innen versperren bei Bedarf. Und alles ist wieder gut geschmiert. Da ich aber irgendwie bei dem Wetter jetzt auch mal genug gelesen hatte, bin ich dann doch nochmal zurück in die nächstgelegene Zivilisation nach Vila do Bispo, da es hier freies Internet gibt. Wettervorhersage gucken, überlegen, ob ich weiter gen Spanien will. Ich glaube, ich gebe dem Wetter hier doch nochmal ein paar Tage Gelegenheit sich zu beweisen, da ist es ja wohl auch nicht ernsthaft besser...

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Ein paar Tage Pause

inzwischen sind es noch ein paar mehr Autos. Noch geht´s, aber wahrscheinlich ziehe ich auch schnell weiter.
inzwischen sind es noch ein paar mehr Autos. Noch geht´s, aber wahrscheinlich ziehe ich auch schnell weiter.

 

Von Peniche bin ich dann gemütlich aufgebrochen und hab mal Sines angepeilt. Einfach weil es nach der Karte zu urteilen schön liegt. Tut es auch wirklich! Auf dem Weg dahin wollte ich Lissabon gerne weiträumig umfahren, was dann zu einem handfesten Streit mit meinem Navi geführt hat. Weiträumig umfahren hat auch problemlos geklappt, allerdings fand ich mich nach einem unachtsamen Moment auf der Autobahn wieder. Navi war auf mautfreie Strecken programmiert, also noch die Hoffnung, dass die Autobahn um Lissabon nichts kostet. Leider falsch gedacht... und da ich das leider auch mit dem Ticket alles nicht verstanden und erstmal ignoriert habe, wollten sie dann nach vielleicht 40 km Bahn richtig ernstzunehmende Mengen Geld von mir haben. Hätte ich an der Schranke nicht gleich Autos hinter mir gehabt, ich hätte zurückgesetzt und das noch irgendwie umfahren. Aber so kam ich nicht darum herum nochmal reichlich tief in die Tasche zu greifen. Sowas kann mir dann ja massiv auf die Stimmung schlagen...

In Sines hab ich dann recht zentral geparkt und gut geschlafen. Morgens dann einen schönen Spaziergang durch die Stadt. Dabei nochmal Internet gefunden und noch grade rechtzeitig den Streckentipp von Lino gelesen. (Danke dafür!!) Also bin ich dann von Sines aus die kleine Küstenstraße weiter südlich gefahren. Sehr schicke Strecke!! Zwar kein türkises Wasser, aber das lag wohl nur am Wetter (Sturm und Wolken). Unterwegs dann an jedem Campingplatz auf dem Weg angehalten und gefragt, ob es wohl möglich wäre, mal die Duschen zu testen, ohne sich gleich auf dem Platz einzumieten. Dauerte etwas, aber irgendwann war ich erfolgreich und damit dann bald auch wieder sauber und frisch rasiert.

Streckenmäßig hatte ich, aus Ermangelung besserer Ideen, einfach mal die Südwestspitze angepeilt.

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Strand, Felsen, Wellen...

 

...und die unbändige Kraft des Meeres. Schon geil... Ich bin am 24. dann doch noch abends zurück nach Nazaré gefahren und hab schön oberhalb vom Strand geparkt. Bester Blick über die Küste! Am nächsten morgen (naja, war wohl eher Mittag...) hab ich mir einen ausgedehnten Spaziergang gegönnt und da ich dabei nicht Richtung Aussichtspunkt auf den Felsen, sondern in die andere Richtung gelaufen bin, hab ich auch die ganze Zeit keinen einzigen Menschen getroffen. Was sich dann bei der Rückkehr zum Bus ändern sollte, da war dann plötzlich alles voll. Leute ohne Ende, die um den Bus rum standen und auf die Wellen geguckt haben. Da war nix mehr mit Ruhe, das war schon ein Massenauflauf. Aber gegen Abend verschwanden sie dann auch alle wieder so schnell wie sie gekommen waren. Im dunkeln tauchte dann noch ein deutsches Wohnmobil auf. Kurz mal raus, Hallo sagen und am Ende dann lange quatschen mit viel deutschem Bier...

 

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Weihnachtsausflug

 

Dann bin ich doch gemütlich, aber zielstrebig durchgefahren bis nach Marinha Grande, wo ich Lino und seine Frau Luciene besuchen wollte. Lino kenne ich durch mein liebstes Altauto-Sabbelforum im Internet, war ihm aber bisher noch nicht persönlich begegnet. Bin hier ja auch nicht so oft... Bin mit den beiden zwei sehr angenehmen, lieben und hilfsbereiten Menschen begegnet. Toll war das! Am 23. war abends ne Runde kennenlernen und sabbeln angesagt  und danach hab ich die Oma Duck an einem großen schönen Park abgeparkt, wo es sich recht ruhig und stressfrei schlafen ließ. Am 24. hatten wir uns für den Nachmittag zu einer kleinen Rundfahrt durch die Gegend hier verabredet, um mir mal einen Eindruck von dieser Ecke Portugals zu geben. Erst ging es zu einer Erhebung mit Aussichtsturm, auf dem früher die Förster saßen und nach Waldbränden Ausschau gehalten haben. Auf jeden Fall hatte die (und jetzt auch wir) eine beeindruckende Rundumsicht von da oben! Danach ging es dann in Richtung Nazaré, einem Ort an dem besonders mächtige Wellen auflaufen und nördlich des Ortes an die Felsen donnern. Schon wahnsinnig, was da an Energie ständig ins Nichts verpufft und sich in meterhohem Sprühnebel auflöst! Tatsächlich hat sich dann auch noch ein Surfer die Ehre gegeben und sich in die meterhohen Wellen gewagt!

Da ich weder auch nur halbwegs vernünftig fotografieren kann, noch meine Kamera ein Qualitätsprodukt ist, kommt das alles auf den geknipsten Bildern natürlich nicht wirklich zur Geltung, ich zeig euch trotzdem etwas davon, vielleicht kann man ja doch etwas erahnen. Auf dem letzten Bild z.B. ist der besagte Surfer zu sehen. Wer findet ihn?? Ich fand es jedenfalls sehr beeindruckend dort. Der Beobachtungsplatz auf den Felsen und der ganze Ort schienen touristisch sehr erschlossen, so dass es für einen Stellplatz genau da mir selbst an Weihnachten deutlich zu voll war, allerdings kommt man nördlich davon mit dem Auto zum Strand runter und da war nicht ganz so viel los, auch wenn es nicht leer war. Vermutlich werde ich mich da morgen mit dem Bus nochmal hinbegeben. Ich als altes Ostseekind bin einfach zu fasziniert von den großen Wellen...

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Atlantikstrand und nordspanischer Nebel

kleines Päuschen irgendwo in den nordspanischen Bergen, ausnahmsweise mal mit freier Sicht
kleines Päuschen irgendwo in den nordspanischen Bergen, ausnahmsweise mal mit freier Sicht

 

Bis Spanien hab ich es dann doch nicht mehr ganz geschafft, aber trotzdem hatte ich am Abend wahnwitzige 680 km auf der Uhr. Das war ein guter Marathon. Feierabend war dann auf einem recht ruhigen Autobahnrastplatz, wo ich dann gut und relativ lange geschlafen habe und es am Morgen auch schön gemütlich habe angehen lassen. Die erste Ladung Wäsche im verschließbaren Eimer mit ein paar Waschnüssen und warm Wasser aufs Dach geschnallt, so dass sie durch die wilde Fahrt am Abend schön durchgeschüttelt und damit sowas ähnliches wie sauber war. Kommt gegen ne Waschmaschine noch nicht an, aber ich probiere das auf marokkanischer Piste spätestes nochmal, da sollte das dann eigentlich ein besseres Ergebnis erzielen. Weniger bedacht habe ich allerdings, dass ich ja noch ein paar Tage vor mir habe und somit wenig Zeit für ne gemütliche Draußentrocknung besteht. Nun ja...

Mittags dann der erste Atlantikkontakt! So oft bin ich die Strecke ja noch nicht gefahren, aber wenn, dann gab es auf jeden Fall immer einen kurzen Zwischenstopp in Biarritz, wo man eben das erste Mal direkt am Strand vorbeifährt. Also ne Stunde in den Sand gelegt, die Sonne genossen und die Füße mal in die auslaufende Brandung gesteckt und dabei die Surfer beobachtet. Schööööön! Und das kurz vor Weihnachten! So soll das sein!

Als ich dann am Abend auf der Suche nach einem Bankautomaten und offenem w-lan einfach mal nach Burgos reingefahren bin, zeigte das Thermometer allerdings 5 Grad an. Geglaubt hab ich das allerdings nicht. Erst als ich dann die Tür aufmachte und ausgestiegen bin. Brrrr, nee! So war das nicht gebucht! Kleine Runde Stadtspaziergang, Dieselgeld aus dem Automaten gezogen und schnell weiter. Kann nur besser werden, dachte ich. Falsch, kann noch nebliger werden! Den Rest des Abends und den nächsten Vormittag bin ich komplett durch dichteste Nebelsuppe gefahren. Schade, eigentlich ist Nordspanien ja auch recht ansehnlich. Da kam aber nix von durch. Am frühen Nachmittag klarte es auf und bis hinter die portugiesische Grenze konnte ich auch ganz gut gucken, dann ging es wieder los. Von Oben betrachtet, sieht Nebel im Tal ja immer wunderschön aus. Von unten nicht so.... Also hab ich mich dann größtenteils wieder im Nebel durch die Serra da Estrela westlich in Richtung Coimbra geschraubt. Natürlich immer schön abseits der Autobahnen über die schmalen Bergstraßen. Ist ja schon ne Herausforderung für so Flachlandkletterer wie mich. Aber Spaß macht es ja doch die Serpentinen rauf und runter zu kurven und die gute Oma Duck hat sich bisher auch wirklich tapfer geschlagen! Tatsächlich hat sich auch der Dieselverbrauch nach den ersten beiden Tankfüllungen mit bummelig 16,5 dann schlagartig auf 12,irgendwas eingependelt. Sehr angenehme Überraschung! Damit kann ich leben! Mal sehen, was sie jetzt auf der Bergetappe weggeschlürft hat...

Jetzt ist erstmal Pause bis morgen früh angesagt. Ich dürfte nicht mehr allzu weit von Coimbra entfernt sein, aber keine Lust auf Großstadtdschungel heute. Ich stehe an einer kleinen Straße etwas abseits der Strecke. Natürlich ohne w-lan, also kann ich den Bericht zwar schreiben, aber auch heute wieder nicht abschicken. In Coimbra war ich vor bummelig 20 Jahren schon einmal für ein oder 2 Tage. Kann mich erinnern, dass mir die Studentenstadt gefallen hat und ich in irgendeinem Abbruchhaus im Stadtzentrum gepennt habe. Mal sehen, ob ich mir morgen noch nen kleinen Rundgang gönne.

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on the road

 

Fahr´n, fahr´n, fahr´n... Den Sonnabend hab ich tatsächlich mal gut Strecke geschafft. Ich stehe jetzt auf einem Parkplatz in Melun, knapp südlich von Paris. Laut Navi sind das 459 km von Aachen, wo ich am Vormittag aufgebrochen bin. Gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass ich die Oma Duck nicht über 80 fahre, auf Strecke peil ich meist 75 als Reisegeschwindigkeit an. Dank Matze habe ich auch eine meist gut zu fahrende, aber mautfreie Strecke, die mich bis Coimbra in Portugal bringen soll. Das klingt doch eigentlich sehr brauchbar!

Spannend war am Abend dann tatsächlich das Tanken, das war eine kommunikationsmäßige Herausforderung. 2 Tanks, einer links, einer rechts, also zwischendrin den Bus umdrehen. Und vorher mit Karte zahlen. Und vorher sagen, wieviel ich plane zu tanken. Na, bis voll,klar. Das Mädel an der Kasse sprach genau soviel Englisch oder Deutsch wie ich französisch. Also einfach mal null. Die Diskussion dauerte sicher eine halbe Stunde und wurde dann von anderen Kunden über Spanisch und seeehr minimales Englisch mehr schlecht als recht gedolmetscht. Puuuh, das wird in Marokko bestimmt auch noch lustig.

Und weiter. Keine Ahnung, was mich geritten hat, aber ich war am Sonntag schon um 7.30 wieder auf der Bahn und somit vor Sonnenaufgang unterwegs. ICH! VOR SONNENAUFGANG!! Somit hab ich am Vormittag schon gut 200 km geschafft und mache jetzt eine Pause auf einem Rasthof, wo es zum Glück freies w-lan gibt, so dass ich das hier mal hochladen kann. Gleich noch schnell was in den Magen kriegen und weiter. Ob ich das heute noch bis nach Nordspanien schaffe? Wird knapp, aber schaun wir mal...

 

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weiter geht´s

für 4 Monate Bier mitnehmen wird eh zu eng, aber mit Tofu könnte das klappen. Und ein wenig Platz für Bier ist ja noch...
für 4 Monate Bier mitnehmen wird eh zu eng, aber mit Tofu könnte das klappen. Und ein wenig Platz für Bier ist ja noch...

 Nach ein paar gemütlichen Tagen Pause bin ich jetzt wieder unterwegs. Bis heute Nachmittag habe ich einen Stopp in Köln auf dem Wagenplatz „Osterinsel“ gemacht. Netter Platz, nette Leute, nur zum auf Dauer wohnen wäre mir so ein Großstadt-Bauwagenplatz wohl etwas zu eng. Aber für ne Weile zu Besuch ist das ne feine Adresse! Eigentlich wollte ich noch 2 weitere Leute besuchen, aber irgendwie... naja, hab das überraschend gute Vorweihnachtswetter genutzt und noch weitere Kleinigkeiten am Bus geflickt und mich kaum mal vom Platz bewegt. Außerdem war ja der Plan, in Köln endlich eine Entscheidung über den weiteren Streckenverlauf zu fällen und das habe ich auch gemacht: Nix mit gemütlich weitere Leute in Deutschland besuchen, es soll doch jetzt endlich mal voran gehen. Portugal, ich komme! Ich habe mich heute Nachmittag wieder auf den Weg gemacht und bin noch bis Aachen gefahren, wo ich jetzt mitten in der Stadt stehe. Vorhin hab ich noch nen kleinen Stadtrundgang gemacht und mir den Aachener Weihnachtsmarkt angesehen. Schon irgendwie merkwürdig ein Weihnachtsmarkt bei den Temperaturen... Naja und einen netten Aachener Tresen an dem sie Astra ausschenken hab ich auch noch gefunden. Morgen früh nochmal schnell in den Supermarkt, Proviant auffüllen. Der Laden um die Ecke hat Flens, und wenn ich es schon nicht geschafft habe, mir das von Zuhause mitzubringen, dann will ich zumindest noch kurz vor der Grenze den verbliebenen Stauraum mit heimischem Bier auffüllen. Den Rest an Stauraum hab ich mit Tofu in allen Varianten belegt. Davon ist mir glücklicherweise noch so 15-20 kg über den Weg gelaufen, so dass ich mir dann im Süden ab und an mal was feines gönnen kann.

 

Morgen geht’s also rüber nach Belgien und dann weiter nach Frankreich. Mal sehen, wie weit, aber ich würde gerne mal ein wenig Strecke machen. Weihnachten sitz ich in Portugal am Strand! So der Plan...

 

 

 

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...

Dieses schöne Auto wird uns dann in Marokko begleiten
Dieses schöne Auto wird uns dann in Marokko begleiten

 Langsam schlängle ich mich durch Deutschland, immer etwas weiter südlich und doch noch nicht weit gekommen. Macht aber nix, Hauptsache, ich bin auf dem Weg. Und am Weg wohnen ja auch überall nette Menschen, die ich lange nicht gesehen hab. Nach dem schönen Nachmittag bei Niels, an dem wir viel über die Reise gequatscht, Karten gewälzt und Ideen ausgetauscht haben und ich noch den zukünftigen Reisegefährten von Oma Duck, einen Magirus 90M5,3 kennenlernen durfte, bin ich dann zu den André und Kerstin nach Gütersloh gefahren, wo ich noch 2 Ersatzreifen und weiteren nützlichen Kleinkram abstauben konnte. Schön, euch auch nochmal gesehen zu haben! Weiter ging die wilde Fahrt dann am Montag nach Essen, wo ich grade noch Station mache und einen Abend mit Spaghetti und Weißwein und Gesprächen über Reisen im Allgemeinen und Besonderen mit einer lieben Exil-Flensburgerin verbracht habe.

 Ich denke mir, in Köln werde ich wohl nochmal eine entspannte Pause einlegen und mich dann mal langsam entscheiden, welche Strecke ich nun eigentlich fahren will. Weitere Besuche in Deutschland und damit bis Freiburg runter, oder eher von Köln über Luxemburg gleich nach Frankreich. Und dann halt die Frage, ob nun Mittelmeerküste runter über Almeria oder doch schräg rüber nach Portugal. Mittelmeer dürfte wärmer sein, Portugal reizt mich aber irgendwie mehr. Ach.... Entscheidungen waren noch nie meine Stärke.

 

 Auch noch erschreckend: In Gütersloh heute nochmal vollgetankt, um das Auto einmal mit vollem Kampfgewicht zu wiegen. Erster Schreck: Ein Verbrauch von 16,3 Litern ist mehr als böse und eigentlich fern meiner Toleranzgrenze. Woran das liegen kann, ist mir noch nicht klar und ich hoffe einfach, dass das sich nicht beim nächsten tanken bestätigt. Dann die Waage, die mit 3816kg zwar etwa im von mir geschätzten Bereich angezeigt hat, aber trotzdem eben auch deutlich zu viel. Da fällt mir leider kein kurzfristiger Diätplan ein, also muss das wohl fürs erste einfach so akzeptiert werden.

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Die ersten Kilometer

Die ersten Kilometer sind geschafft! Nachdem ich am Donnerstag nach kleinen Zwischenstopps bis Hamburg gekommen bin, wo die liebe Caro der Oma Duck und mir Asyl gewährt hat und ich am Freitag dann noch die besten Finkenwerder Magirus Piloten besucht habe, ging es dann weiter nach Bremen. Auch da traf ich auf sehr liebe Menschen, die ich einfach viel zu selten sehe. Wir hatten einen richtig schönen Abend und ne Menge Spaß. Am liebsten hätte ich die ganze Bande eingepackt und mitgenommen... Der Sonnabend war dann eher verschlafen und gemütlich. Trotzdem juckte es mich und ich bin am Abend doch noch gestartet und jetzt um 1 Uhr auf einem schönen Wohnmobilstellplatz in Bielefeld angekommen. Morgen will ich dann den Niels treffen, mit dem ich dann im Januar zusammen nach Marokko übersetzen will. Aber dazu dann mehr, wenn es soweit ist. Jetzt ist Feierabend und ich hoffe, ich krieg das hier noch irgendwie ins Internet gesendet und dann wird fix das Licht ausgemacht.

...so war jedenfalls der Plan. Das mit dem Internet gestaltete sich allerdings schwierig, da mein Datenvolumen vom Stick alle ist, jetzt bin ich dann auf das finden von w-lan angewiesen. Bin ich nachher im Ausland dann eh, daher macht das auch nix. Jetzt sitz ich schön gemütlich in ner Wohnung und kann das alles nochmal auf Vordermann bringen.

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Endlich Abfahrt!

Lange hats gedauert, aber das war von vornherein so klar und ging eben nicht anders, aber nun bin ich endlich on the road! Eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt und der ist nun getan. Das Fahrrad ist verladen, und ich bin inzwischen südlich der Elbe. Das ist schon fast Süddeutschland! ;) Konkret bin ich noch in Hamburg und es wird von hier in kleinen Schritten weitergehen. Ich habs ja nicht eilig, hauptsache, ich bin erstmal unterwegs und das fühlt sich grade richtig und befreiend an!

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fast startklar...

Ich bin immer noch schwer fasziniert und von mir selber überrascht! Da nehme ich mir vor gefühlten Ewigkeiten vor, dass ich so zwischen 10. und 15. Dezember aufbrechen will und ich scheine es tatsächlich hinzukriegen, gleich am 10. auch wirklich Flensburg erstmal zu verlassen. Also deutlich vor Weihnachten und auch nicht erst am 15. spät Nachmittags. Was ja immer noch im Rahmen wäre. Nein, gleich am 10.! Jedenfalls stehen die Chancen gut!

Meine letzte Sorge, die Krankenversicherungsfrage, scheint sich jetzt auch zu lösen. Sogar so, wie ich es mir erhofft, aber kaum noch erwartet hatte. Ich habe vor einiger Zeit mir eine Reisekrankenversicherung geleistet. Sowas ist ja recht günstig, wenn man eine nimmt, bei der man für beliebig viele Reisen übers Jahr im Ausland versichert ist. Allerdings jeweils nur für Reisen von 6-8 Wochen, je nach Versicherung. Meine versichert mich für 8 Wochen. Danach ist dann allerdings Ende mit Versicherungsschutz. Und da ich ja gesundheitlich auch schon bessere Zeiten hatte, wollte ich gern nach den 8 Wochen auch weiterhin gerne versichert sein. Empfohlen wurde mir die Reiseversicherung vom ADAC. Tja, die versichern einen gerne, allerdings nur ab dem ersten Reisetag und nicht erst nach den ersten 8 Wochen Reise. Also hätte ich mich dann doppelt versichern müssen. Auch eine Verlängerung meiner bestehenden Versicherung schien nicht zu gehen. Auch nochmal teuer ab dem ersten Tag versichern. Allerdings hab ich heute mit einem Herrn der Alianz telefoniert, für den das wohl kein Problem darstellt, mich für den Rest meiner Reise noch zu versichern und das auch noch zu einem überraschend guten Kurs. Sehr schön, da werde ich morgen Vormittag noch schnell vorbeigehen und das Ganze dingfest machen. Dann ist echt nur noch Kleinkram auf dem Plan. Übern Tag mal gemütlich das Fahrrad aufs Dach schnallen und dann Donnerstag beim Arzt noch die letzte Impfung abholen und dann Abfahrt! Bis Hamburg hab ich noch mehrere kleine Stationen auf dem Weg, so dass es durchaus sein kann, dass ich Donnerstag noch nicht aus Schleswig-Holstein rauskomme, aber egal, hauptsache erstmal on the road!

Grob angepeilt ist, etwa am 20. Januar nach Marokko überzusetzen, da brauch ich unterwegs nicht hetzen. Allerdings wär ich gern zu Weihnachten schon irgendwo, wo es etwas wärmer und schöner ist als hier grade. Sonne und Strand wär halt fein, aber auch da bin ich erstmal noch flexibel.

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Die Abfahrt rückt näher

Langsam, aber sicher wird es... Es war eigentlich von Anfang an klar, dass ich erst Anfang bis Mitte Dezember loskomme, aufgrund von bürokratischen Hindernissen, die es wohl oder übel erst zu überwinden galt und die ich nicht vorher machen konnte. Daher hab ich genug Vorbereitungszeit, ohne mich ernsthaft stressen zu müssen. Was eigentlich gut ist, denn sonst wäre ich irgendwann in Hektik verfallen, weil ich unbedingt schnell los will. So kann ich alles relativ entspannt regeln und dann aufbrechen. Heute nun, hab ich die letzten bürokratischen Hürden genommen, jetzt steht als Termin nur noch die letzte Impfung in einer Woche auf dem Plan. Und hoffen, dass bis dahin auch die letzten Bestellungen eingetroffen sind, auf die ich noch warte. Klar, es gibt noch Sachen zu tun, aber das sind alles eher Kleinigkeiten. Ein Kabel verlöten und anschließen im Armaturenbrett von Oma Duck, ein Riegel einbauen, damit ich meine Tür auch von innen verriegeln kann, während ich im Bus schlafe, das ein oder andere Fach im Schrank nochmal aufräumen und entmüllen... Nix, was ich nicht auch unterwegs irgendwo machen könnte. Aber eine Woche muß ich ja auf jeden Fall noch bleiben, dank meiner etwas knappen Impfplanung. Nun gut, ist eben so und dafür kann ich den Rest dann entspannt regeln und komme dann wohl recht gut vorbereitet los. Alles schafft man ja sowieso nicht und ich bin ja auch nicht der, der jetzt jeden Tag voll durchzieht um noch die letzte Kleinigkeit geregelt zu kriegen. Aber es sieht so aus, als käme ich tatsächlich in einer Woche los, und das fühlt sich grade richtig gut an! Ich scharre innerlich mit den Hufen, aber bin trotz allem dabei entspannt und freu mich auf die gemütliche Tour. Die ersten Tage werden eh geprägt von Besuchen alter Freunde und neuer Bekanntschaften. Hauptsache ich bin zu Weihnachten irgendwo in Spanien oder Portugal. Auch die Strecke ist übrigens noch völlig unklar. Vermutlich fahre ich durch Deutschland bis Freiburg runter und dann relativ schnell durch Frankreich. Aber ob ich dann eher die spanische Mittelmeerküste runterfahre, oder schräg rüber nach Portugal an den Atlantik, das werde ich unterwegs nach Lust, Laune und Wettervorhersage beschließen. Das ist das schöne am alleine Fahren, ich muß nix planen oder mich abstimmen und kann einfach gucken, mit welchem Bein ich morgens aufstehe und danach den weiteren Tag auf mich zukommen lassen. Hab ich schon erwähnt, dass ich mich darauf freue??

Eben kam noch die Post und hat mir u.a. ein kleines Tablet gebracht, damit werde ich mich jetzt mal beschäftigen und gucken, was ich mir da für Navigationssoftware und sonstige nützliche Apps draufbastel. Sowas dürfte durchaus hilfreich sein unterwegs.

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Reisevorbereitung

So, mein erster Blogeintrag! Yeah! Das bedeutet, die Vorbereitungen für die Reise gen Süden zum Überwintern laufen gut, bisher bin ich noch immer der Meinung, ich habe sehr gute Chancen, in meinem angepeilten Zeitraum (10.-15.12.) auch tatsächlich loszukommen! Angedacht ist ein kurzer Zwischenstopp in Hamburg, dann eventuell nochmal Bremen oder Umgebung (mein lieber Freund Tobi erzählte mir heute, er will noch seinen 40. feiern, wenn das machbar ist, muß ich da einfach auch noch mal anhalten), dann in Gütersloh schnell noch 2 Ersatzreifen einpacken und naja, den ein oder anderen Menschen noch mehr auf dem Weg besuchen. Weihnachten will ich auf jeden Fall dann aus Deutschland raus sein. Am liebsten schon in Portugal, zumindest aber gern in Nordspanien. Wir werden sehen, ob das so klappt. Der Bus ist soweit fahrbereit. Hinten sollen die Bremsen gern vorher nochmal eingestellt werden und mindestens eine kleine Schweißarbeit soll noch passieren. Aber wenn es nix wird, dann passiert das eben im Süden irgendwo...

Jetzt stehen halt noch ein paar kleinere Einkäufe an, wie irgendein schlaues Navigationsgerät und ein Satz Adapter, um auch in Spanien oder Portugal die Gasflaschen wieder aufgefüllt zu bekommen. 2x5kg Gas ist nicht so richtig viel, da muß ich mich drauf verlassen, dass ich Möglichkeiten zum auffüllen finde.  Wird alles... Ich bin gespannt! Meine letzte Reise nach Spanien war noch im letzten Jahrtausend und in Portugal war ich 2011 mal für ne Woche mit dem Flieger. Marokko ist komplettes Neuland für mich. Aber ich bin schwer motiviert! Der grobe Plan ist halt erstmal nach Portugal, gucken, wie es da so aussieht und auf den guten Niels warten, der mit Freundin und Magirus wohl im Januar aufbricht. Und dann halt zusammen übersetzen und auf ins Abenteuer! Auch bin ich mit der Oma Duck noch nie weit weg gewesen. Die längste Strecke war tatsächlich bisher aus Süddeutschland nach Schleswig  direkt nach dem Kauf. Ansonsten hab ich es mal in die Niederlande geschafft. Das war es dann auch. Aber ich mache mir da eigentlich keine großen Sorgen. Der Bus hat 35 Jahre treu seinen Dienst getan, da wird ja nun grade jetzt nix ernstzunehmendes kaputtgehen. Und wenn, wird es eben wieder repariert. So einfach ist das!

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